Samstag, 16. Februar 2008

Alles geht einmal zu Ende ...















Kiteurlaub in Kapstadt und mit einem Board weniger zurückfliegen? - Das wäre ja wohl auch das erste Mal gewesen! Meistens hatten wir ja ein Board mehr dabei, da in Kapstadt das Angebot riesig und durch die Mwst.-Rückvergütung auch günstig ist. Daher hat Stipi den letzten Tag noch genutzt und den Shaper Ray Long http://www.longocean.co.za/ in seiner Werkstatt besucht und ist natürlich fündig geworden.

Dafür haben wir dann einfach unsere Klamotten aussortiert und eine ganze Tasche voll mit „älteren“ T-Shirts, Hosen und Schuhe sowie unsere übrig gebliebenen Lebensmittel in einem der Container direkt am Strand deponiert - dort wo wir wissen, dass dieser Platz immer von Obdachlosen als Schlafplatz verwenden wird. Da haben wir hoffentlich einem von ihnen eine riesige Freude bereitet. Wir haben auch versucht zu helfen, in dem wir einer 19-jährigen Frau – die uns um Hilfe gebeten hat – Lebensmittel eingekauft haben, Straßenverkäufern kleine Dinge abgekauft haben, obwohl wir nicht unbedingt Verwendung dafür hatten, den selbsternannten Parkwächtern regelmäßig eine ordentliche Parkgebühr bezahlt haben und haben dafür sehr viel Lächeln und Dankbarkeit erhalten.

Mittlerweile ist unser Südafrika-Urlaub leider schon wieder Vergangenheit und wir sind -schneller als wir uns gewünscht hätten - wieder im winterlichen Ländle integriert. Geblieben sind uns die Erinnerungen – Erinnerungen an eine schöne Stadt in der Kitesurfer willkommen sind. An ein Land voller Schönheit und Gegensätze - von der Wüste bis zum Weinberg, vom Pinguin bis zum Elefant. An gastfreundliche Menschen – ob weiß oder schwarz - ob reich oder arm.

Und so ist das Fazit unserer Reise wie jedes Jahr: Wir kommen sicher wieder!

Marlies & Stipi

Mittwoch, 13. Februar 2008















Die zwei windlosen Tage haben wir für Shopping genutzt. Es blieb auch noch Zeit den Green-Market sowie die Long-Street in der City von Capetown zu besuchen und für einen Fahrt in Richtung Cap entlang dem Chapmens-Peak-Drive ins Surfer-Städtchen Scarborough.
Heute hat uns dann am Morgen wieder der Capedoctor begrüßt. Nachdem Stipi mehrmals vergeblich die schönen Wellen abreiten versuchte und immer gleich beim ersten Turn von den Wellen verschluckt wurde und bereits an seinem Können gezweifelt hat, hat er festgestellt, dass sein Wave-Board seitlich auf der vollen Länge bis auf den Styroporkern aufgerissen war. Das Positive daran: das Wave-Board bleibt hier in Südafrika und wir haben kein Übergepäck-Probleme beim Rückflug!

Montag, 11. Februar 2008

Lions-Hill-Besteigung






Nachdem der Wind bei uns eingeschlafen ist, haben wir uns zur Wanderung auf den Lions-Hill aufgemacht. Wahrscheinlich haben wir uns den schwülsten Tag in diesem Monat ausgesucht und haben intellegenter Weise nur einen knappen Liter Wasser mitgenommen. Völlig ausgelaugt oben angekommen haben wir den nicht vorhandenen Schatten gesucht und uns daher bald wieder völlig dehydriert auf den Rückweg gemacht. Dietmar wäre sicher lieber runtergeflogen, aber nachdem er seinen Gleitschirm nicht dabei hatte, konnte er nur dem Tandem-Flieger zuschauen.

Freitag, 8. Februar 2008















Wir haben die guten Windtage mit schönen Wellen ausgenützt und werden – so wie’s ausschaut – auch heute nochmals Wind haben. Dann sehen wir gelassen den schlechteren Windprognosen für Sonntag und Montag entgegen. Alternativprogramm ist in Ausarbeitung

Mittwoch, 6. Februar 2008

So kleines Zeug haben wir nicht










Was soll man da noch sagen – der Tag war auch wieder ein Wahnsinn. Ab 14 Uhr ging’s nur noch für Locals mit 5er Kites - nur die Surfer hielten durch bis Sonnenuntergang.

Dienstag, 5. Februar 2008

Und schon wieder ein Big Day










Haben heute mal Kranzi am Sunset-Beach besucht. Wie man auf den Fotos sieht, hatte Kranzi viel Spaß in der Welle, obwohl er nur im Shorty surfen konnte, da er gestern seinen langen Neo am Parkplatz vergessen hat und wie man sich ja denken kann, war der heute nicht mehr da.
Nach getaner Arbeit gab’s für mich zur Belohnung dann noch eine Downwind-Session. Mit dem 7-er Kite voll am Anschlag ging’s vom Sunset Richtung Kite-Beach - zwei Jungs vom Neusiedlersee und ich – also eine reine Ösi-Session!

Big Day am Big Bay




































Heute war wieder einer der Big Days mit starkem Wind und hoher Welle. Stipi rippte am Nachmittag die Welle am Table-View-Beach. Gegen Abend legte der Wind dann noch mehr zu und wir fuhren zur Big Bay. Hier teilen sich Wellenreiter, Surfer und Kitesurfer den Strand und bieten den Zuschauern und Fotografen ein einmaliges Spektakel. Interessanterweise kann sich dieser Strand, trotz der Mega-Baustelle am Beach, die einmalige Atmosphäre erhalten. Auch die Weltklasse-Windsurfer nützten diese super Bedingungen bis Sonnenuntergang.

Sonntag, 3. Februar 2008

Ausflug in den Addo Elephant Nationalpark















Wir sind wieder zurück von unserem 4-tägigen Ausflug, der Garden-Route entlang, nach Port Elisabeth in den Addo Elephant Nationalpark. Nachdem wir die erste Woche jeden Tag Wind hatte und Dietmar ja eh nicht soviel auf’s Wasser sollte und wir heuer ja schon zum 6. Mal in Kapstadt sind, wollten wir mal etwas mehr von Südafrika sehen und vor allem auch die „wilden Tiere“ von Afrika besuchen.
Wir sind von Kapstadt früh morgens los und sind die ca. 850 km Fahrt in den Addo-Elephant-Natinalpark – bis auf ein paar Pausen – durchgefahren und am Abend dort angekommen. -Eigentlich hätten wir gerne im Nationalpark übernachtet, haben dort aber leider nichts mehr bekommen, da wir nicht vorreserviert haben. Wir haben dann ganz in der Nähe vom Park eine günstige Übernachtungsgelegenheit gefunden und nach einer langen schlaflosen Nacht mit jede Menge Mücken im schwülen Zimmer sind wir um 7 Uhr morgens in den Nationalpark gefahren. Gleich nach der Einfahrt in den Park haben wir die ersten Zebras, Kudu’s und Wildschweine gesehen. Ein Ranger hat uns dann noch erklärt, wo zwei Löwen sein müssten. Leider haben wir diese nicht gesehen. Dafür hatten wir das Glück ein Herde Elefanten aus nächster Nähe beim morgentlichen Schlammbad beobachten zu können. Ist schon seltsam wie klein man sich im Auto fühlt, wenn die großen Tiere in nächster Nähe vorbeitraben.
Der Addo-Elephant-Nationalpark ist sehr weitläufig und man könnte sicher den ganzen Tag darin herumfahren bis man alle Wege abgefahren ist. Nachdem sich jedoch die Tiere in der Mittagshitze kaum mehr zeigen, sondern sich verständlicherweise lieber im schattigen Gebüsch aufhalten, haben wir den Nationalpark gegen Mittag wieder verlassen.
Unser nächstes Ziel war Jeffrey’s Bay. Hier tummeln sich die Surf Cracks am sogen. Supertube (Felsrinnen dicht vor der Küste, an denen sich lt. Surf Cracks 11 verschiedenen Wellenarten brechen) und hier finden alljährlich die Meisterschaften im Wellenreiten statt. Wir haben uns dort ein nettes B&B zum Übernachten ausgesucht und Dietmar hat dann am Morgen noch ein paar Pics von den Wellenreitern gemacht. Anschließend waren dann wieder die Tiere dran und wir sind noch durch einen kleinen privaten Park in Seaview durchgefahren und haben dort u. a. Giraffen gesehen. Die Löwen und Tiger in diesem Park sind jedoch in großen Gehegen untergebracht, wo man zwar auch mit dem Auto durchfahren kann, das ganze erinnert jedoch eher an einen großen Wildpark.
Danach sind dann wir wieder entlang der Garden-Route in Richtung Kapstadt aufgebrochen und haben noch eine Nacht in Wilderness, in einem sehr schönen B&B, verbracht. Wilderness liegt auch in einem Nationalpark, der durch seine schöne Lagunenlandschaft und üppige tropische grüne Naturlandschaft bei Wanderern und Vogelbeobachter bekannt ist. Am letzten Tag sind wir größtenteils der Küstenstrasse entlang nach Kapstadt retour gefahren.

Dienstag, 29. Januar 2008

Unser kleiner blauer Flitzer




Ich hab ja schon befürchtet, dass sich unser kleiner blauer Flitzer heute noch rächen wird, dafür dass ihn Stipi über eine Schotterpiste humpeln ließ, so als ob´s ein Allrad wäre. Aber er musste mir endlich mal beweisen, dass die mit Sackgasse gekennzeichnete Straße von der Mainbeach Langebaan zur Lagune ein Abkürzung ist.
Tatsächlich haben wir mindestens doppelt so lange gebraucht, bis wir im schrittempo allen Löchern und Steinen halbwegs ausgewichen sind. Nach einer 9-er Session in der Lagune von Langebaan machten wir uns dann wieder auf den Heimweg nach Kapstadt. Stipi hat noch gewundert warum er immer auf Vollgas fahren muss, bei nur ca. 120 km/h - aber bei mind. 70 km/h Gegenwind. Und auf einmal hat unser kleiner Flitzer gerumpelt und gehüpft und wir sind ausgerollt. Kann ja wohl nicht sein, der Kleine hat beinahe einen halben Tank auf der 2-stündigen Strecke gesoffen – wie klein mag der Tank wohl sein? Gottseidank ist gleich eine Straßenpatrollie mit zwei netten jungen Polizisten auf unserem kleinen blauen Flitzer am Straßenrand aufmerksam geworden und haben uns freundlicherweise aus der Patsche geholfen, indem sie uns von der nächsten Ortschaft einen Kanister voll Benzin gebracht haben.

Sonntag, 27. Januar 2008

Trainingssession von Aron Hadlow am Big-Bay-Strand







Nachdem der Capedoctor die Nacht durchgeblasen hat, war der Wind am morgen bereits so stark, dass Stipi mit dem 9er Vertigo am Big-Bay-Strand bei mega-böigen Bedingungen nicht lange Spaß dran hatte. Kaum den Schirm am Strand eingegraben, kam auch schon der Weltmeister Aron Hadlow und absolvierte bei dem böigen Wind sein Trainingsprogram, sodass sich gleich mal alle am Strand verfügbaren Fotoapparate und Videocameras auf in richteten. Auch Stipi hat die Chance genützt und ein paar Pics geschossen. Nach knapp einer Stunde war der Zauber leider vorbei und der Meister packte seine Sachen und war auch schon wieder weg.
Am Nachmittag konnte es Stipi dann doch nicht lassen und musste noch den 7er auspacken. Bei knapp 70 km/h war aber nur noch ein Downwinder möglich.
Der Wind hat bis zum Abend noch weiter zugelegt und wir haben am Parkplatz vom Big-Bay- 94 km/h gemessen. Es war kein Kiter mehr auf dem Wasser - nur noch ein einziger Windsurfer wollte es noch wissen.





Samstag, 26. Januar 2008




Ein Tag an der Kitebeach.

Trotz bestem Wind hat Stipi heute einen Tag ausgesetzt, um seine Wirbel zu schonen. Da die Wellen am der Kitebeach direkt vor unserem Appartement kaum einen Meter hoch waren, nütze Marlies die Gelegenheit direkt vor der Skyline von Kapstadt zu kiten und Stipi konzentrierte sich auf’s Fotografieren

Freitag, 25. Januar 2008

Ausflug nach Langebaan!


Eigentlich wollten wir uns ja heute in der Flachwasser-Lagune von Langebaan einfahren, aber da wir dort in Sachen Wind im wahrsten Sinne des Wortes eingefahren sind und der Wind bis zum Nachmittag nicht mal für Marlies mit dem 12-er gereicht hat, sind wir doch noch an die Mainbeach von Langebaan gefahren. Eigentlich hätten wir es ja wissen müssen, dass dort – nur ca. 1 km über dem Hügel – der Wind voll durchzieht und so konnten wir doch noch bis zum Sonnenuntergang kiten.


Jetzt könnt ihr mal raten welcher von beiden unser ist!


Donnerstag, 24. Januar 2008

Ein schöner Beginn


Nach 11-stündigem Flug landen wir in Kapstadt und sind froh, dass all unser Gepäck auch gut angekommen ist. Unser Gepäckhaufen scheint größer zu sein als unser kleines Mietauto ein Daihatsu Sirion - aber das Auto ist innen größer als es von außen ausschaut. Nach der üblichen Linksfahrer-Prozedere: auf der falschen Seite einsteigen und Scheibenwischer statt Blinker betätigen, kommen wir doch zügig in der morgendlichen Rushhour von Kapstadt - mit ca. 10 km/h - auf der vollgestopften Autobahn voran. Doch das ist alles kein Problem, da uns bereits der „Capedoctor“ (das ist der typische starkte Südost-Wind) bis zu unserem Appartement begleitet. Aus dem geplanten Ruhe- und Schontag wird daher nichts und Stipi testet gleich den neuen 12er Blade-Vertigo 08 bis der Wind zu stark und seine Rückenwirbel zu schwach werden.

Endlich ist es soweit!


Endlich geschafft – ca. 140 kg Sport- und Fotoausrüstung sind verpackt. Unsere Klamotten-Ration musste auf ein Minimum reduziert werden, damit auch noch Stipis Paragleiter
schirm mit reingepasst hat (falls seine drei gebrochene Wirbel doch noch nicht kitetauglich sind). Nun steht unserem alljährlichen Kapstadt-Urlaub nichts mehr im Wege.